
„Born to Run“ kennt man als Song von Bruce Springsteen. Aber es ist auch ein Buch übers Laufen – und zwar nicht irgendeines. In den USA ist das Interesse daran riesig. So sehr, dass „Born to Run“ von Christopher McDougall zum echten Bestseller wurde. „Born to Run“ ist eine Rückkehr zu den Wurzeln des Laufens – zu dem Moment, in dem Laufen nicht Sport ist, sondern menschlicher Instinkt.
Inhaltsverzeichnis
Ein paar Gründe, warum Sie „Born to Run“ lesen sollten
Ausgangspunkt des Buchs: Mehrere Ärzte raten Christopher McDougall, mit dem Laufen aufzuhören – zu viele Verletzungen, zu oft. Als Läufer mit eher bescheidenen Bestzeiten macht er sich daraufhin auf die Suche nach dem Volk der Tarahumara in den Copper Canyons (Barrancas del Cobre) im Norden Mexikos.
Diese Gemeinschaft hat sich vergleichsweise stark von der Außenwelt abgeschirmt – und ist bekannt dafür, jeden Tag unfassbare Distanzen zu laufen … in Sandalen (Huaraches, wie sie genannt werden). Laufen ist fester Bestandteil ihrer Traditionen und ihrer Spiele.
Einfach ist das Treffen allerdings nicht: Die Region steht unter dem Einfluss gefährlicher Drogenkartelle. Und der Autor muss zuerst den mysteriösen Caballo Blanco finden, einen zurückgezogen lebenden Amerikaner im Tal – nur so bekommt er überhaupt Zugang zu den Tarahumara.
Ein Laufbuch – und die Bibel des Minimalismus
Das Buch steckt voller Geschichten aus großen Ultramarathons, von legendären Mittelstrecken-Champions und von Ultra-Trail-Pionieren. Es macht außerdem klar, dass viele Verletzungen im Lauftraining möglicherweiseaux chaussures aux amortis trop conséquents mit zu stark gedämpften Laufschuhen zusammenhängen könnten.
Man erfährt, dass der Homo sapiens eine außergewöhnliche Fähigkeit entwickelt hat, sehr lange Strecken zu laufen. Über mehrere Stunden hinweg kann ein Mensch eine Antilope „auslaufen“. Weil seine Beute keine so effiziente Thermoregulation wie der Mensch besitzt, bricht sie irgendwann vor Erschöpfung zusammen.
Der Mensch ist dafür gemacht, enorme Distanzen zu bewältigen – und zwar barfuß, dank eines Fußes mit vielen Knochen und einer erstaunlichen natürlichen Dämpfung. Der Fuß ist ein kleines Meisterwerk der Biomechanik und braucht (zumindest auf weichem Untergrund) keine künstliche Polsterung. Der Titel „Born to Run“ ist also alles andere als Zufall …

Ein Abenteuerbuch voller Begegnungen
Vor allem ist dieses Buch eine Abenteuergeschichte voller Begegnungen – und genau das wird Laufbegeisterte, Ausdauerfans und Trailrunner mitreißen. Statt alles zu verraten, empfehlen wir Ihnen wirklich: Lesen Sie es.
Ganz sicher wird Sie Caballo Blancos Versuch, ein Rennen zwischen den Tarahumara – vermutlich die besten Langstreckenläufer der Welt, aber fast unbekannt – und einigen der sympathischsten US-Ultrarunner zu organisieren, bis zur letzten Seite fesseln.
Damit es nicht noch länger wird, finden Sie unten ein paar englische Rezensionen, die Lust aufs Lesen machen. Dann verstehen Sie, warum das Buch in den USA zur echten Bibel für Barfußlaufen („barefoot running“) und minimalistisches Laufen geworden ist. Viel Spaß beim Lesen!
Englische Rezensionen zu Born to Run
« A fascinating and inspiring true adventure story, based on humans pushing themselves to the limits. A brillantly written account of extraordinary entrance… it’s destinated to become a classic. » Ranulph Fiennes
« Hugely entretaining… this is one of the most joyful and engaging books about running to appear for many years. » Irish Times
« Wonderful. It’s funny, insigthful, captivating, and a great and beautiful discovery. The book inspires anyone who seeks to live more fully or to run faster. I just loved this book. » Lynne Cox
« A bible for the barefoot running community. » Ben Fogle, Telegraph