
Der Marathon du Mont-Blanc bietet ein atemberaubendes Panorama! Im Marathon sicherte sich Kilian Jornet den Sieg, nur wenige Wochen nachdem er sich von seinem Wadenbeinbruch bei der Pierra Menta im Winter erholt hatte. Über 10 km feierte unser Mitgründer Guillaume Adam bei seinem allerersten Trailrunning-Rennen den Sieg und stellte zugleich einen neuen Streckenrekord auf. Er kam zwei Minuten vor den Trail-Spezialisten Simon Breillad und Yoann Stuck ins Ziel, während Romain Adam Vierter wurde. Hier ist sein Rennbericht.
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Die 10 km am Mont-Blanc, die perfekte Distanz und Strecke für ein Debüt
Meine letzten Bahnrennen waren nicht so gelaufen, wie ich es mir gewünscht hatte. Umso mehr wollte ich bei meinem ersten Trailrunning-Wettkampf überzeugen. In den Wochen zuvor konnte ich mich im Training bei drei oder vier Läufen mit meinem Bruder Romain an das Gelände gewöhnen. Nach jeder Einheit hatte ich zwar Muskelkater, aber sie halfen mir, Anstiege und Downhills besser einzuschätzen. Die Distanz und die Strecke des Mont-Blanc-10-km-Laufs sind ideal für ein erstes Trailrennen!
Am Start wirken die Gesichter der Läufer angespannt, alle warten auf den Startschuss. Ich hingegen genieße den freien Blick auf den Mont Blanc und hatte selten so wenig Druck vor einem Rennen. Mit meinem Bruder in dieser Kulisse an der Startlinie zu stehen, was könnte man sich mehr wünschen? Ich weiß, dass ich diese 10 km mit ihren 300 Höhenmetern bergauf genießen werde.
Rauschende Laufgefühle vor dem Mont Blanc
Auf dem ersten Kilometer starten die Läufer wie Kanonenkugeln. Romain und ich warten geduldig, bevor wir uns an die Spitze setzen. Am ersten Anstieg bei Kilometer drei erhöhe ich das Tempo. Ich kann mich absetzen, und Romain gibt mir ein Zeichen, weiterzuziehen. Es folgt purer Spaß in der Abfahrt, als ich mich zwischen den Bäumen hindurchschlängle. Ich halte das Tempo hoch, um meinen Vorsprung auszubauen.
Direkt danach wartet die größte Herausforderung des Tages. Die Steigung nimmt zu, der Puls schießt nach oben! An den steilsten Passagen gehe ich für rund zehn Meter, um genug Energie für den restlichen Anstieg zu sammeln. Oben angekommen ist kein Konkurrent in Sicht, und der Rest des Rennens führt bergab und anschließend über flaches Terrain.
Mit meinen langen Schritten vergrößere ich den Abstand weiter und laufe am leicht abfallenden Ufer des Arveyron einen Kilometer in 3:07 min/km. Das Ziel vor dem Mont Blanc kommt näher, und ich mobilisiere die letzten Kräfte, um unter 39 Minuten zu bleiben. Was für ein Gefühl, in unseren Bergen zu laufen, mein Trailrunning-Abenteuer hat gerade erst begonnen!
Vielleicht reizt es mich eines Tages, auch die anderen Rennen des Marathon du Mont-Blanc zu laufen: die 23 km, 42 km oder 90 km!
Bildnachweis: David Gonthier