
Forrest Gump ist eine ikonische Filmfigur. Verkörpert von Tom Hanks vollbringt der gutmütige Außenseiter scheinbar Unmögliches, und besonders als Läufer wird er zur Legende. Eine seiner verrücktesten Leistungen ist die mehrfache Durchquerung der USA im Laufschritt. Zeit, seine Epoche nachzuzeichnen.
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Ein Laufabenteuer von 3 Jahren, 2 Monaten, 14 Tagen und 16 Stunden
Das erste Mal rennt der junge Forrest, um ein paar Jugendlichen aus der Schule zu entkommen, die ihn drangsalieren. Er flieht, angefeuert von seiner Freundin Jenny: „Lauf, Forrest, lauf!“ Ohne es zu ahnen, betritt er damit die Welt der Ultra-Ausdauer.
Gemütlich auf der Terrasse seines Hauses in Alabama sitzend, steht er eines Tages auf: „Ich habe beschlossen, eine kleine Runde zu laufen. Ohne besonderen Grund bin ich einfach weitergelaufen.“ Ein paar Tage später steht er am Pazifik, am berühmten Santa-Monica-Pier in Kalifornien. Danach läuft er quer durch die Vereinigten Staaten bis zum Atlantik.
Ohne konkretes Ziel sammelt er Kilometer um Kilometer: „Wenn ich müde war, habe ich geschlafen. Wenn ich Hunger hatte, habe ich gegessen. Und wenn ich, du weißt schon, musste, dann habe ich das auch gemacht.“
Er stoppt nach 3 Jahren, 2 Monaten, 14 Tagen und 16 Stunden mitten in der Monument Valley in Utah. Dabei soll er auf seiner Reise ungefähr 25.000 Kilometer zurückgelegt haben. Das entspricht im Schnitt rund 150 Kilometern pro Woche oder 22 Kilometern pro Tag.
Hier ist die Karte, die seinen fiktiven Weg nachzeichnet.

Wie konnte Forrest Gump diese Leistung schaffen?
Wenn er am ersten Tag noch als Sprint durch die Straßen seiner Heimat Greenbow startet, findet er danach einen ruhigen, konstanten Rhythmus. 22 Kilometer laufen ist mit etwas Lauftraining absolut machbar, das sind je nach Tempo etwa 1:30 bis 3:00 Stunden Laufen.
Wer die USA durchquert, findet allerdings nicht überall alle 22 Kilometer einen perfekten Ort zum Anhalten. An manchen Tagen muss er also vermutlich deutlich länger gelaufen sein. Sicher ist nur: Zeit beim Friseur oder Barbier hat er nicht verschwendet.
Die größte Herausforderung ist, diese Belastung an jedem Tag des Jahres zu wiederholen, ohne Fußprobleme (Blasen und mehr) oder eine Stressfraktur zu kassieren.
Seine Laufschuhe, die Nike Cortez, gehörten in den 70ern zu den ausgereiftesten Laufschuhen, und das mit Null-Drop. Seine Kleidung war dagegen wenig atmungsaktiv und kaum technisch. Seine Cap war dafür umso praktischer, zum Laufen in der Wüstensonne, und natürlich mit Stil.
Rechnet man mit etwa 1.000 Kilometern pro Paar, hätte er für sein Abenteuer rund 30 Paar Laufschuhe gebraucht.
Mentale Stärke spielt hier genauso mit. Wenn man sieht, wie er beim Tischtennis stundenlang den Ball schlagen kann, merkt man: Er kann sich komplett fokussieren, um große sportliche Ziele durchzuziehen. Genau wie bei dieser Lauf-Durchquerung der USA.
Rob Pope lief in Forrest Gumps Fußstapfen
Der Australier Rob Pope hat 2018 die USA gleich viermal durchquert, ganz wie Forrest Gump. Er brauchte dafür 422 Tage mit ein paar Pausen, das sind im Schnitt 59 Kilometer pro Tag.
Außerdem hält er den Guinness-Weltrekord für den schnellsten Marathon im Forrest-Gump-Kostüm: 2:36 Stunden in London 2018.
Hast du auch Lust, die USA laufend zu durchqueren? Unten findest du die legendäre Forrest-Gump-Überquerung aus dem Film.