
Du startest in dein Abenteuer Mehrtagestour, Trekking oder Hüttenwanderung? Dich erwartet eine großartige Zeit in den Bergen. Du entdeckst neue Trails, schläfst vielleicht unter freiem Himmel oder in einer Hütte, und lernst eventuell auch die weniger gemütliche Seite des Wetters kennen. Genau das macht den Reiz aus, Trekkingtouren bleiben im Kopf und sind eine perfekte Möglichkeit, im Sommer fit zu bleiben und deine Ausdauer aufzubauen. Wie planst du deine nächste Tour in den Bergen? Hier kommen unsere Tipps, damit du dich optimal vorbereitest.
Inhaltsverzeichnis
Das Ziel deiner Mehrtagestour festlegen
Warum willst du überhaupt eine Mehrtagestour machen? Das ist oft die erste und wichtigste Frage bei der Vorbereitung. Geht es dir um sportliche Performance, zum Beispiel eine Durchquerung, viele Höhenmeter oder sogar einen persönlichen Rekord? Oder eher um Genuss, Natur und das Entdecken eines Fernwanderwegs (GR, Grande Randonnée)? Vielleicht willst du auch einen bestimmten Ort erreichen.
Und wie sieht es mit der Übernachtung aus? Schlafst du im Zelt oder in Berghütten? Bist du bei der Verpflegung teilweise autark oder komplett selbstversorgt? Wie groß ist eure Gruppe?
Wenn du das Ziel klar definierst, kannst du Schwierigkeit und Logistik viel besser einschätzen. Lass diesen Schritt nicht aus, danach kannst du die Tour umso mehr genießen.
Die passende Trekkingroute auswählen

Wenn du sportlich unterwegs bist, passen technische Routen mit vielen Höhenmetern besonders gut, zum Beispiel der legendäre GR20 auf Korsika oder eine Durchquerung der Vanoise. Wenn du dagegen jeden Tag lange, gleichmäßige Bergetappen gehen willst, sind weniger technische Wege mit mehr Kilometern oft die bessere Wahl, etwa die Pilgerwege Richtung Santiago de Compostela.
Und natürlich der Klassiker, die Tour du Mont-Blanc (TMB), perfekt, wenn du in der Region bist oder einmal auf den berühmten UTMB-Trails unterwegs sein willst. Denk daran, die Route an die ganze Gruppe anzupassen, nicht alle haben das gleiche Level an Ausdauer und Bergerfahrung.
Sobald deine Route steht, geht es an die Einschätzung der Schwierigkeit. Sammle so viele Infos wie möglich über das Gebiet, in das du fährst. Welche Übernachtungsmöglichkeiten gibt es, wie ist der aktuelle Zustand der Wege, und was sagen Wetter und Bedingungen?
Je nach Region solltest du die Wetterbedingungen prüfen, um den besten Zeitraum für deine Trekkingtour festzulegen.
Die einzelnen Etappen sinnvoll planen
Warum lohnt es sich, jede Etappe zu planen? Vor allem, wenn du in Hütten übernachtest, musst du Schlafplätze und oft auch Abendessen und Frühstück reservieren. Wenn du mit Zelt unterwegs bist, gilt in vielen Schutzgebieten ein Biwak- oder Campingverbot, du kannst also nicht überall einfach aufbauen. Außerdem wird dein Zielpunkt zum Startpunkt des nächsten Tages. Und dann sind da noch die Unwägbarkeiten in den Bergen. Eine saubere Etappenplanung hilft dir, Ausweichrouten einzuplanen, besonders im Hochgebirge bei Wetterumschwung. Es ist auch beruhigend, kürzere Alternativen parat zu haben, falls jemand schwächelt oder sich verletzt.
Wenn du jede Etappe im Voraus durchdenkst, kennst du ihr Profil, Höhenmeter und Belastung, und kannst deine Verpflegung für den Tag besser planen. Noch bevor es losgeht, hast du ein realistisches Gefühl für Schwierigkeit und Zeitbedarf in den Bergen, inklusive Start- und Ankunftszeit.
Du kannst jede Etappe in einer App planen und als GPX exportieren, so hast du die Strecke am Tag selbst direkt auf deiner GPS-Uhr.
Kurz vor dem Start deiner Mehrtagestour…
In den letzten Tagen vor der Abreise ist Materialcheck angesagt, und zwar inklusive Bedienung. Es gibt kaum etwas Nervigeres, als das Zelt im Regen nicht aufbauen zu können oder festzustellen, dass die Stirnlampe keine Batterien hat. Wenn du einen Garten hast, mach einen echten Testlauf. Kontrolliere, ob wirklich alles da ist, und falls nicht, bleibt meist noch genug Zeit, um fehlende Ausrüstung zu besorgen.
Ab drei Tage vor dem Start solltest du täglich den Wetterbericht checken. Vielleicht brauchst du zusätzliche Ausrüstung oder musst sogar die Route anpassen, gerade im Hochgebirge. Informiere außerdem eine nahestehende Person über deine Tour. Gib gern die Etappenplanung durch und sag, mit wem du unterwegs bist.
Die richtige Ausrüstung wählen

Wie wählst du die richtige Ausrüstung fürs Trekking und Mehrtagestouren? Das hängt von mehreren Faktoren ab, Dauer, Region, Selbstversorgung oder Teilautarkie, Nacht im Zelt oder in der Hütte. Trotzdem gibt es Essentials, die in deinen Rucksack gehören:
- Zum Schlafen : ein Zelt, eine Hängematte, eine Plane, ein Schlafsack, ein Kissen…
- Zum Essen : ein Kocher, Brennstoff, ein Feuerzeug, eine Dose oder Box, Besteck, Softflasks oder ein Camelbak…
- Zum Anziehen : T-Shirt, Shorts, Armlinge, Cap, Socken, Unterwäsche, Regenjacke und Regenhose, warme Kleidung…
- Für Hygiene : Zahnpasta, Zahnbürste, Toilettenpapier, Sonnencreme…
- Für Erste Hilfe : ein kleines Set mit Pflastern, Desinfektionsmittel, Zeckenkarte oder Zeckenzange, eine Schere, Verbände, Anti-Scheuer-Creme, Rettungsdecke…
- Zur Orientierung : eine GPS-Uhr mit Track, Smartphone, Powerbank, Ladegerät, Ersatzbatterien, eine Karte…
Damit bist du bereit für den Start deiner Trekkingtour. Wenn im Rucksack noch ein bisschen Platz ist, nimm ruhig eine kleine Kamera mit, um die Momente festzuhalten. Du bist lieber auf dem Rad unterwegs? Hier sind unsere Tipps, um zum Bikepacking-Profi zu werden. Du läufst schon Trail oder willst mit Trailrunning starten ? Schau dir an, wie du mit RunMotion Coach einen personalisierten Trail-Trainingsplan bekommst.