
„Mein Land hat mich nicht 8.000 Kilometer weit geschickt, um beim Rennen zu starten. Es hat mich 8.000 Kilometer weit geschickt, um das Rennen zu beenden.“ Dieser Satz von John Stephen Akhwari inspiriert bis heute Tausende von Menschen!
Inhaltsverzeichnis
John Akhwari: Sturz auf halber Strecke
Der Tansanier John Stephen Akhwari nimmt 1968 am olympischen Marathon in Mexiko-Stadt teil. Für ihn geht ein Traum in Erfüllung!
Doch dieser Traum wird zum Albtraum: Kurz vor der Hälfte der Marathonstrecke stürzt er und verletzt sich schwer am rechten Knie. Trotzdem kommt Aufgeben für ihn nicht infrage!
Sein Bein wird bandagiert, dann nimmt er den Lauf wieder auf, hinkend und im Wechsel zwischen Gehen und Laufen. Er will unbedingt ins Ziel kommen, nicht nur für sich selbst, sondern für sein ganzes Land!
Die Goldmedaille des Mutes
Der Sieger, der Äthiopier Mamo Wolde, gewinnt den Marathon in 2:20:26 Stunden. Etwas mehr als eine Stunde später beginnt sich das Stadion bereits zu leeren.
Doch die wenigen Tausend Zuschauer, die noch im Stadion sind, feiern John Akhwari mit stehenden Ovationen, als er durch den Zugangstunnel ins Stadion kommt. Sie jubeln ihm wie einem Helden zu und verleihen ihm die Goldmedaille des Mutes!
Der Tansanier überquert die Ziellinie mit bandagiertem Bein und hinkend in 3:25:27 Stunden. Er erreicht einen hochverdienten 57. und letzten Platz, von 75 gestarteten Läufern, während alle anderen das Rennen aufgegeben hatten.
John Akhwaris weitere Karriere
Anschließend setzte er seine Laufkarriere noch rund zehn Jahre fort. Zu seinen Erfolgen zählt unter anderem ein fünfter Platz im Marathon bei den Commonwealth Games in 2:15:05 Stunden.
Und du, bist du bereit, deine Marathonträume bis ins Ziel zu verfolgen? Vielleicht beim Marathon für alle bei den Olympischen Spielen Paris 2024 😉.
Erlebe John Akhwaris Lauf beim Marathon von Mexiko-Stadt 1968 in diesem Video noch einmal.