Die perfekten Laufschuhe finden: Dämpfung, Drop und Einsatz

Laufer waehlt passende Laufschuhe mit optimaler Daempfung, Drop und Einsatz fuer Training und Wettkampf.

Es gibt tausende Laufschuh-Modelle auf dem Markt. Die Auswahl ist so groß, dass es manchmal gar nicht so leicht ist, den passenden Running-Schuh zu finden. Damit Sie genau das Paar wählen, das zu Ihrem Laufstil, Ihrem Training und Ihren Zielen passt, sollten Sie sich die richtigen Fragen stellen. Im spezialisierten Laufsportgeschäft hilft Ihnen die Beratung dabei. Wenn Sie online kaufen, sind das die wichtigsten Kriterien.

Wofür werde ich meine Laufschuhe nutzen?

„Zum Laufen!“ Ja, klar. Aber es gibt sehr unterschiedliche Arten zu laufen und genau das beeinflusst, welche Laufschuhe wirklich Sinn ergeben. Tatsächlich ist es oft empfehlenswert, zwei verschiedene Paare zu besitzen und je nach Tag, Untergrund und Einheit zu wechseln.

Abwechselnd mit zwei Paar Laufschuhen zu trainieren, kann auch bei der Verletzungsprävention helfen. Laut einer luxemburgischen Studie sollen dadurch bis zu 39% weniger Verletzungen auftreten.

Wenn Sie hauptsächlich auf Asphalt laufen, passt in der Regel ein Straßenlaufschuh mit klassischer Außensohle.

Wenn Sie auf schlammigen Wegen oder in den Bergen unterwegs sind, sind Trailrunning-Schuhe deutlich besser geeignet, damit Sie weniger rutschen und Stürze vermeiden.

Für alle, die regelmäßig auf der Bahn oder im Wettkampf laufen und ein besonders leichtes Gefühl suchen, sind Laufschuhe mit geringer Dämpfung und niedrigem Gewicht oft die beste Wahl. Nicht als Schuh für jede Trainingseinheit, sondern eher als „Spezialist“ für Tempoeinheiten, Intervalle oder Rennen.

Die Lebensdauer von Laufschuhen liegt bei etwa 600 Kilometern für leichte Modelle oder Carbon-Laufschuhe. Bei stärker gedämpften Trainingsschuhen sind es oft bis zu 1000 Kilometer.

Wie wählt man die Dämpfung bei Laufschuhen?

Ein Laufschuh besteht aus mehreren Bauteilen: einer Außensohle für den Bodenkontakt, einer Zwischensohle (das ist die eigentliche Dämpfung), einer Einlegesohle und dem Obermaterial, auch Schaft genannt (auf Englisch „Upper“ bzw. „Mesh“).

Die Dämpfung des Schuhs

Jede Marke hat ihre eigene Technologie für die Zwischensohle ihrer Laufschuhe. Sie soll die Aufprallkräfte bei jedem Schritt reduzieren und ist gleichzeitig ein wichtiges Marketing-Argument. Puma setzt auf seinen NITRO-Schaum, Adidas bietet Boost, Asics ist bekannt für Gel, Hoka One One steht für maximalistische Dämpfung, Nike arbeitet teils mit Air-Elementen oder zuletzt mit einer Carbonplatte in der berühmten Alphafly

In den meisten Fällen besteht die Zwischensohle zumindest teilweise aus EVA. Das ist ein Schaum, der sowohl flexibel als auch dämpfend ist und zudem den Vorteil hat, sehr leicht zu sein.

Bei jedem Aufsetzen muss der Körper das 2- bis 3-Fache des eigenen Körpergewichts abfangen. Deshalb ist es sinnvoll, die Dämpfung Ihrer Laufschuhe auch an Ihr Gewicht anzupassen. Läuferinnen und Läufer unter 80 kg profitieren häufig von geringer bis mittlerer Dämpfung. Über 80 kg sind mittlere bis starke Dämpfung und zusätzliche Stabilität oft die bessere Wahl, für Komfort, Laufökonomie und Performance im Ausdauertraining.

Der Drop des Schuhs

Der Drop eines Schuhs ist der Höhenunterschied zwischen Vorfuß und Ferse. Eine der großen Diskussionen der letzten Jahre dreht sich um Modelle mit hohem Drop.

Der Gedanke dahinter: Ein hoher Drop kann den Fersenaufsatz begünstigen. Landen Sie auf der Ferse, sind die Kräfte beim Bodenkontakt oft größer, als wenn Sie über den Mittel- oder Vorfuß laufen. Dieser stärkere Fersenaufsatz kann bei manchen Läuferinnen und Läufern zu einem Teil der typischen Laufverletzungen beitragen.

Auf der anderen Seite haben minimalistische Schuhe wenig oder gar keine Dämpfung. Das beansprucht Fußmuskulatur und Waden deutlich stärker. Wer solche Schuhe ausprobieren will, sollte unbedingt schrittweise und sehr progressiv umstellen.

Ohne ins Extreme zu gehen, sind Schuhe mit niedrigem Drop von 0 bis 4 mm (Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß) oft ein sehr guter Kompromiss.

Abrollverhalten: Pronierer, Neutral oder Supinierer

Beim Aufsetzen des Fußes neigen manche Läuferinnen und Läufer dazu, eher nach innen zu kippen (Pronierer), neutral abzurollen (Neutral) oder eher über die Außenkante zu laufen (Supinierer). Das erkennen Sie oft an der Abnutzung Ihrer alten Schuhe oder per Videoaufnahme von hinten beim Laufen. Manche Laufschuh-Modelle bieten dafür Stützelemente, damit der Fuß beim Abrollen „gerader“ geführt wird.

Solche künstlichen Stützen können sich sicher anfühlen. Gleichzeitig lohnt es sich, ergänzend an Kraft, Stabilität und Fußarbeit zu arbeiten, um diese Dysbalancen langfristig zu verbessern.

Sich in den Laufschuhen wirklich wohlfühlen

Wenn Sie ein neues Paar wählen, probieren Sie ruhig 3 oder 4 Modelle. Idealerweise laufen Sie damit auch kurz, etwa 50 Meter, um das Gefühl in Bewegung zu testen. Das ist zwar nur ein kurzer Eindruck, zeigt aber oft schon, ob der Schuh zu Ihrem Fuß passt. Achten Sie darauf, dass Breite und Form des Schuhs zu Ihrem Fußtyp passen.

Jede Marke hat eine andere Passform. Es ist also gut möglich, dass Sie sich in einer Marke deutlich wohler fühlen als in einer anderen. Laut einer britischen Studie hat der Preis eines Laufschuhs keinen Zusammenhang mit seinem Komfort.

Achten Sie außerdem darauf, die Schnürsenkel nicht zu fest zu ziehen, damit der Fuß nicht zu stark komprimiert wird.

Praktische Empfehlungen, um die richtigen Laufschuhe zu wählen

Wenn Sie schon laufen: Nehmen Sie Ihre alten Schuhe mit in ein Fachgeschäft. Anhand der Abnutzung kann die Beratung oft sehr gut einschätzen, welche Kategorie und welches Modell zu Ihnen passt.

Kaufen Sie keinen zu kleinen Schuh, denn beim Laufen nimmt das Fußvolumen meist leicht zu. Probieren Sie Laufschuhe außerdem lieber abends als morgens, weil der Fuß im Laufe des Tages ebenfalls etwas „arbeitet“ und minimal breiter werden kann.

Testen Sie die Schuhe am besten mit den Socken, die Sie auch beim Training tragen.

Wenn Sie die Marke wechseln, orientieren Sie sich eher an der US-Größe als an der EU-Größe. Viele Hersteller sind bei US-Größen konsistenter. Bei EU-Größen kann es je nach Marke Unterschiede geben, weil die Umrechnungstabellen variieren.

Wenn Sie sich für Carbon-Schuhe ausrüsten möchten, finden Sie hier einen Vergleich der Carbon-Laufschuhe.

Laufschuh-Vergleich

Um nach den Kriterien aus diesem Artikel zu filtern, können Sie den I-Run Laufschuh-Vergleich nutzen, um die Modelle zu finden, die am besten zu Ihrer Praxis, Ihrem Training und Ihren Zielen passen.

Läufer vergleicht Laufschuhe mit Dämpfung und Drop für den passenden Einsatz auf verschiedenen Strecken.

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