
Du willst im Trailrunning besser werden und suchst nach richtig effektiven Einheiten? Bergintervalle sind dein bester Verbündeter. Sie machen dich nicht nur muskulär stärker, sondern pushen auch deine Ausdauer, deine Herz-Kreislauf-Leistung und deinen Kopf. Hier sind drei Schlüssel-Sessions, mit denen du Bergintervalle sinnvoll in dein Trailtraining einbaust.
Inhaltsverzeichnis
Die Vorteile von Bergintervallen
Bevor wir in die Einheiten einsteigen, schauen wir kurz, warum Bergintervalle so viel für deine Wettkampfvorbereitung bringen.
Muskelaufbau ist einer der größten Pluspunkte. Bergauf laufen fordert deine Beinmuskulatur deutlich stärker, vor allem Quadrizeps, Waden und hintere Oberschenkel (Hamstrings). Das gibt dir mehr Power und Explosivität, entscheidend für steile Anstiege im Trail.
Mehr Ausdauer und Tempo sind ein weiterer zentraler Effekt. Durch das Training am Berg steigerst du deine kardiovaskuläre Leistungsfähigkeit und deine aerobe Ausdauer. So kannst du auf wechselndem Terrain länger ein höheres Tempo halten und lange Belastungen besser kontrollieren.
Auch Verletzungsprävention ist ein starkes Argument. Bergintervalle kräftigen stabilisierende Muskeln und verbessern deine Koordination, das senkt das Verletzungsrisiko. Außerdem ist bergauf laufen oft gelenkschonender als schnelles Laufen in der Ebene.
Und nicht zu vergessen, der mentale Gewinn. Regelmäßig Anstiege anzugreifen härtet dich ab. Du bist im Rennen besser vorbereitet, wenn es zäh wird, sei es eine knackige Rampe oder ein kurzes Tief.
3 Schlüssel-Einheiten, um besser zu werden
Einheit 1: Kurze Hügel für maximale Power
Ziel dieser Einheit ist es, Power und Explosivität zu entwickeln, ohne dass sie viel Zeit frisst. So gehst du vor:
Such dir einen Anstieg von etwa 100 bis 200 Metern. Nach 20 Minuten Einlaufen machst du 8 bis 12 Wiederholungen mit schnellen Bergsprints à 25 Sekunden. Die Idee ist, bei jeder Wiederholung ungefähr am gleichen Punkt anzukommen. Nimm dir eine Markierung und dosiere deinen Einsatz selbst.
Geh oder trab locker bergab zur Erholung, etwa 1 Minute, dann startet die nächste Wiederholung.
Tipp vor der Einheit: Baue Lauf-ABC in dein Warm-up ein, das reduziert das Verletzungsrisiko.
Tipp während der Einheit: Fokus auf saubere Technik, dynamische Schritte, aktiver Armeinsatz und kräftiger Abdruck.
Tipp nach der Einheit: Lauf 5 bis 10 Minuten locker aus, für bessere Regeneration und weniger Muskelkater.
Der große Vorteil: Diese Session passt super in deinen Alltag, wenn du einen Hügel in der Nähe hast, insgesamt dauert sie unter 45 Minuten.

Einheit 2: Myocross, Cardio plus Kraft in einem
Myocross bedeutet, Kräftigungsübungen (PPG) mit einer Trail- oder Laufeinheit zu kombinieren. Diese spielerische, aber harte Einheit trainiert dein Herz-Kreislauf-System und stärkt gleichzeitig deine Muskulatur. So funktioniert sie:
Wähle einen Anstieg von 100 bis 150 Metern. Nach 20 Minuten Einlaufen machst du 6 bis 8 Wiederholungen mit 15 Sekunden bergauf bei 95% deiner VMA (maximale aerobe Geschwindigkeit). Vor jeder Wiederholung machst du entweder 6 Sprungausfallschritte im Wechsel, oder 15 Kniebeugen, oder 30 Sekunden Wandsitz.
Nutze den Rückweg bergab zum lockeren Traben und Erholen.
Diese Art von Bergintervallen ist ideal, um muskuläre Ausdauer und Explosivität gleichzeitig zu entwickeln. Sie ist für erfahrene Läuferinnen und Läufer gedacht.
Tipp vor der Einheit: Plane, die PPG-Übungen, die du einbaust, abzuwechseln.
Tipp während der Einheit: Halte den Rhythmus konstant und achte über die gesamte Belastung auf eine stabile Körperhaltung.
Tipp nach der Einheit: Lauf 5 bis 10 Minuten locker aus, um deine Regeneration zu verbessern und Muskelkater zu begrenzen.
Einheit 3: Lange Anstiege für mehr Ausdauer
Hier trainierst du gezielt Ausdauer und Widerstandsfähigkeit über längere Zeit. So sieht die Einheit aus:
Such dir einen Anstieg von 600 bis 1200 Metern mit 5 bis 7 % Steigung. Nach 20 Minuten Einlaufen machst du 4 bis 6 Wiederholungen mit 7 Minuten bergauf bei etwa 80 bis 85% deiner maximalen Herzfrequenz und mit gleichmäßigem vertikalem Tempo.
Das Ziel ist wie bei den kurzen Hügeln: Nimm dir eine Markierung und versuche, bei jeder Wiederholung wieder am gleichen Punkt anzukommen.
Trab locker bergab zur Erholung, und starte unten direkt in die nächste Wiederholung.
Diese Einheit ist perfekt für Trailläuferinnen und Trailläufer, die ihre Belastungsresistenz über längere Distanzen verbessern wollen.
Tipp vor der Einheit: Setz dir Zwischenziele innerhalb der Serie, die realistisch sind, zum Beispiel einen bestimmten Punkt am Anstieg bis zur Hälfte der Zeit zu erreichen, und achte darauf, nicht zu schnell zu starten.
Tipp während der Einheit: Konzentriere dich auf gleichmäßige Atmung und einen ökonomischen Schritt. Das Tempo sollte so gewählt sein, dass du es bergauf ungefähr 30 bis 45 Minuten halten könntest.
Tipp nach der Einheit: Lauf 5 bis 10 Minuten locker aus, um die Regeneration zu optimieren und Muskelkater zu reduzieren.

Praktische Tipps für Bergintervalle
Damit du das Maximum aus deinem Bergintervall-Training herausholst, hier ein paar praktische Hinweise:
Bei der Steigung wählst du am besten ein Profil, das deinem Wettkampf ähnelt. Denk aber daran: Zu steil erhöht das Verletzungsrisiko, weil die Belastung deutlich härter ist, zu flach fordert deine Muskulatur nicht genug. Wichtig ist außerdem, Dauer der Anstiege und dein Tempo bergauf zu variieren, damit sich dein Körper an genau die Belastungen gewöhnt, die dich am Tag deines Trailruns erwarten.
Erholung ist entscheidend für Fortschritt und Qualität. Geh oder trab bergab sehr locker, je nachdem, was dir für die muskuläre Regeneration zwischen den Wiederholungen besser bekommt.
Zur Häufigkeit: Baue ein bis zwei Bergintervall-Einheiten pro Woche in deinen Trail-Trainingsplan ein. Mach nicht zwei harte Einheiten an zwei Tagen hintereinander, damit die Qualität stimmt. Wechsle ab mit flachen Laufeinheiten auf der Straße und langen Läufen im Stil von Lauf-Wandern, so bleibt dein Training ausgewogen zwischen spezifischem Block und Grundlagentraining.
Bergintervalle sind ein extrem wirksames Tool für alle Trailläuferinnen und Trailläufer, die bergauf besser werden wollen. Wenn du diese drei Schlüssel-Einheiten integrierst, verbesserst du Power, Ausdauer und mentale Härte. Also, Trail-Schuhe an, such dir einen schönen Anstieg und ran an den Berg.
Dein personalisierter Trail-Trainingsplan mit RunMotion Coach
Du willst im Trailrunning besser werden, vor allem bergauf? Mit der App RunMotion Coach bekommst du einen personalisierten Trail-Trainingsplan mit abwechslungsreichen Einheiten wie Bergintervalle, Downhill-Training und mehr. Dein Plan passt sich an dein Level und deine Ziele an, berücksichtigt deine verfügbare Zeit und deine Trainingsstrecken, damit du dich optimal vorbereitest. Wenn du lange Anstiege in deiner Nähe hast, setz bei deinen Trainingsgeländen unbedingt den Haken bei „Berge“.
Lade dir jetzt die RunMotion Coach App herunter und starte deinen Plan.
Vergiss nicht: Jeder Anstieg im Training bringt dich deinen Zielen ein Stück näher. Gutes Training.