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Mit Musik schneller laufen? So pusht sie deine Ausdauer-Performance

Läuferin trainiert mit Musik und Kopfhoerern, um schneller zu laufen und Ausdauer Performance zu steigern.
Mehr als die Hälfte aller Läuferinnen und Läufer hört beim Laufen Musik oder Podcasts. Für manche ist das der perfekte Laufbuddy, und Musik wird oft nachgesagt, dass sie die Leistung steigern kann. Fast wie Doping, wenn man bedenkt, dass der Französische Leichtathletikverband seit 2015 das Tragen von Kopfhörern im Wettkampf untersagt. Der US-Verband hatte eine ähnliche Regel bereits 2008 eingeführt. Aber macht Musik beim Laufen wirklich schneller?

Wissenschaftliche Studien sind ziemlich eindeutig, aber…

Viele Studien zeigen eine Leistungssteigerung beim Laufen von etwa 2 bis 5%. Eine Untersuchung beziffert den Effekt sogar auf 15%… Musik kann helfen, länger hart zu arbeiten, und sie senkt die subjektive Wahrnehmung von Anstrengung und Schmerz.

Allerdings wurden die meisten Studien auf dem Laufband im Labor durchgeführt, also nicht unter realen Wettkampfbedingungen. Musik wirkt vor allem über Motivation. Und in einem engen, monotonen Umfeld kommt die Langeweile deutlich früher als draußen.

Musik schiebt die Müdigkeit auf langen Distanzen nach hinten

Wenn es einen Wettkampf gibt, bei dem Musik wirklich helfen kann, dann ist es der Marathon, oder generell lange Distanzen. Sie sorgt für eine stabilere Motivation über die gesamte Strecke und kann das Gefühl von Monotonie und mentaler Ermüdung hinauszögern. Eine Wunder-Playlist gibt es zwar nicht, aber deine Lieblingssongs funktionieren meist besser als eine aufgezwungene Playlist.

Achte trotzdem darauf, deine Körpersignale nicht zu überhören, damit du nicht zu schnell anlaufen und im roten Bereich landen musst. Genau deshalb nutzen manche Marathonläufer Musik erst in der zweiten Rennhälfte.

Hören Elite-Läufer beim Laufen Musik?

Keine Studie zeigt eine klare Leistungsverbesserung bei Elite-Läufern, weil sie sich auch ohne Musik gut motivieren und über die ganze Distanz fokussiert bleiben können. Vor der Belastung hilft Musik manchen Athleten jedoch, in den richtigen Modus zu kommen und „voll aufgeladen“ an der Startlinie zu stehen.

Zum Beispiel motiviert Teddy Riner sich damit vor seinen Kämpfen. Viele Athletinnen und Athleten tragen beim Aufwärmen und im Callroom In-Ears oder Kopfhörer. Musik ist damit oft Teil der mentalen Wettkampfvorbereitung.

Im Training kann Musik helfen, noch eine Wiederholung dranzuhängen, oder die Monotonie eines lockeren Dauerlaufs zu durchbrechen. Musik nach der Belastung kann außerdem beim Runterkommen helfen, und damit die Entspannung fördern und die Regeneration unterstützen.

Unterm Strich kann Musik beim Laufen dir einen zusätzlichen Push geben und dich durch harte Minuten tragen. Für Läufer, die ihre Motivation aus anderen Quellen ziehen, ist der Effekt auf die Laufperformance oft gering. Wer hingegen schneller mental müde wird, kann sich spürbar, wenn auch nur leicht, boosten.

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