
Wenn du beim Trailrunning, im Training oder im Wettkampf unterwegs bist, fragst du dich vielleicht, ob es sich lohnt, Stöcke mitzunehmen. Besonders bei langen Belastungen, Ultra Trail Distanzen und vielen Höhenmetern sind Trailrunning-Stöcke eine echte Hilfe für Effizienz, Performance und muskuläre Entlastung. Hier sind unsere Tipps, wie du die Trail-Stöcke findest, die wirklich zu dir passen.
Zu den wichtigsten Kriterien, um die richtigen Trailrunning-Stöcke auszuwählen, gehören Gewicht, Material, Griff, Faltbarkeit und Länge.
Inhaltsverzeichnis
Der Schaft, Material und Gewicht
Das Material des Schafts bestimmt vor allem das Gewicht und die Stabilität deiner Stöcke. Am häufigsten findest du Aluminium und Carbon.
Aluminium
Aluminium ist etwas schwerer, dafür oft robuster und bietet sehr verlässliche, stabile Stützpunkte, auch wenn es ruppig wird.
Carbon
Carbon ist leichter und deshalb ideal, wenn du beim Trailrunning möglichst wenig Gewicht tragen willst. Die höhere Flexibilität und gelegentlich auch eine gewisse Empfindlichkeit, besonders bei faltbaren Trail-Stöcken, können allerdings für weniger „harte“ Stütze sorgen.
An der Spitze des Schafts sitzt die Stockspitze. Achte auf ihre Widerstandsfähigkeit und darauf, ob der Aufsatz austauschbar ist, denn das ist meist das Teil, das am schnellsten verschleißt.
Wie faltbar sollen deine Trailrunning-Stöcke sein?
Es gibt einteilige Stöcke, faltbare Stöcke und Teleskopstöcke. Die Wahl hängt davon ab, ob du deine Stöcke zwischendurch zusammenpacken willst, zum Beispiel um sie auf flachen Passagen am Rücken zu tragen.
Einteilige Stöcke
Grundsätzlich nutzt man einteilige Stöcke eher, wenn man sie während der gesamten Trailrunde oder im Rennen dauerhaft einsetzt. Faltstöcke sind praktischer, wenn du sie nur punktuell brauchst.
Ein einteiliger Trailrunning-Stock ist stabiler und meist auch langlebiger. Er ist besonders hilfreich beim Vertical Kilometer (VK), weil du dort richtig viel Kraft in den Vortrieb stecken musst. Hier findest du unsere Tipps zur Stocktechnik bergauf. Nachteil: Auf flacheren Trails können einteilige Stöcke sperrig sein, genauso wenn du sie in weniger als 60 Prozent der Rennzeit wirklich brauchst.
3-teilige Stöcke oder Teleskopstöcke
Faltbare oder teleskopierbare Trailrunning-Stöcke sind deutlich flexibler und unterwegs leichter zu verstauen. Schau dir an, wie einfach das System zum Aufklappen und Zusammenlegen ist und übe es, bis es automatisch klappt. Nichts ist nerviger, als die Stöcke nicht aufzukriegen, wenn es richtig kalt ist und du kaum Gefühl in den Fingern hast, ja, Erfahrung spricht hier (haha).
Klapp die Stöcke zusammen, wenn du sie nicht brauchst oder wenn das Gelände extrem technisch wird. Dann befestigst du sie am Rucksack oder am Laufgürtel.
Wer regelmäßig trainiert und viel im Wettkampf unterwegs ist, setzt meist auf faltbare Stöcke, einfach wegen der besseren Mobilität.
Welche Griffe passen zu dir?
Schaumstoff oder Kork?
Bei Trailrunning-Stöcken findest du vor allem Griffe aus Schaumstoff oder Kork. Kork punktet vor allem bei der Haltbarkeit und nimmt weniger Feuchtigkeit auf. Danach entscheidest du dich zwischen Handschlaufe oder Handschuhsystem.
Handschlaufe oder Handschuhsystem?
Mit der Handschlaufe kannst du die Handposition variieren und bei Scheuerstellen auch mal umgreifen, zum Beispiel unter der Hand oder unter dem Griff. Sie kann aber punktuell stärker reiben, weil der Druck auf einer kleineren Fläche liegt.
Ein Handschuhsystem verteilt den Druck besser, sorgt für mehr Entspannung in der Hand und kann den Abdruck sogar verbessern, ähnlich wie beim Skilanglauf. Viele Elite-Trailrunner nutzen inzwischen genau dieses Setup.
Die richtige Länge für Trailrunning-Stöcke wählen
Für Trailrunning-Stöcke empfiehlt sich oft die Faustformel 0,67 x Körpergröße. Noch genauer: Nimm eine Länge, bei der deine Hand am Griff ist, während die Arme locker am Körper hängen und dein Ellbogen etwa 90 Grad gebeugt ist. Wie bei Skistöcken.
Rechner für die Länge deiner Trailrunning-Stöcke
Gib deine Körpergröße ein, um die ideale Länge deiner Trailrunning-Stöcke zu berechnen. Die Berechnung nutzt die gängige Empfehlung: Körpergröße x 0,67. Danach wird auf die nächsten 5 cm gerundet, da die meisten Modelle in 5-cm-Schritten angeboten werden.
Welche Marken für Trailrunning-Stöcke gibt es?
Zu den führenden Marken im Trailrunning zählen Leki, Black Diamond und Guidetti.
Wir empfehlen Guidetti, eine französische Marke aus dem Herzen der Alpen. Ob Aluminium oder Carbon, faltbar oder einteilig, hier ist praktisch alles möglich. Das Falt-System ist schnell und zuverlässig, ideal für Wettkämpfe oder lange Trainingseinheiten. Wir mögen außerdem das lokale Engagement, die überwiegend in Frankreich stattfindende Produktion und den Fokus auf langlebige, nachhaltige Produkte.
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Trainiere regelmäßig mit Stöcken, damit du dich an einen sauberen Griff und effizienten Stockeinsatz gewöhnst, so vermeidest du Blasen oder Reibstellen. Übe auch das Aufklappen und Zusammenlegen bei Faltstöcken, besonders wenn du in der Stadt trainierst und sie nicht oft nutzt. Und: Teste ruhig verschiedene Modelle im Laden, bevor du dich festlegst.